KLuW e. V. - Münsterstr. 114 - 44145 Dortmund

letzte Aktualisierung: 3. Dezember 2018
Aktuelles / Text des Monats / Text des Monats - Chronik

 
 
 
Aktuelles
Wir über uns
Text des Monats
Förderpreis 2012
Wochenplan
Veranstaltungen
Flyer
Projekte
Kooperationen
Inforello
Mitglieder
Der Verein
Publikationen
Links
Datenschutz
Impressum
zur Chronik
Text des Monats


Die Schweinenasen von Aldebaran-d3

Es handelt sich bei diesen Außerirdischen um eine mittelalte intelligente Tierart. Sie existiert seit 12 Millionen Jahren und hat die stabile Phase ihrer Entwicklung bereits erreicht. Arbeiten tun diese Wesen schon seit Jahrmillionen nicht mehr, obwohl sie sich nach wie vor sicherheitshalber selbst in den lebensnotwendigen Tätigkeiten üben. Nur für den Fall, dass ihre automatisierten Produktionssysteme mal ausfallen.

Sie waren wie wir auch mal nackig, haben aber ihr Fell wieder entwickelt, weil sie sich ohnehin hauptsächlich in klimatisierten Räumlichkeiten aufhalten, und ein Wechseln von Kleidung von daher unnötig ist. Ein Fell ist zudem praktisch und angenehm zu tragen.

Ihre Evolution führte auch dahin, dass sie im Laufe der letzten Jahrmillionen deutlich kleiner wurden. z.Z. erreichen sie nur noch eine Körpergröße von 50 bis 80 cm. Das liegt vermutlich auch daran, dass sie auf dem relativ kleinen dritten Mond des Jupiterähnlichen Planeten Alderaban-d3 leben.

Einstmals am Anfang ihrer Entwicklung waren sie vermutlich viel größer und hatten ein Gehirn in etwa so groß wie unseres. Aber in ihrer weiteren Evolution ist es nach und nach wieder kleiner geworden. Einerseits durch die einfachen Lebensbedingungen inmitten ihrer hochtechnisierten und automatisierten Zivilisation, aber auch durch eine enorme Effektivitätssteigerung ihrer neuronalen Verschaltung in den letzten 9 Millionen Jahren.

Nur ihre Nasen haben ihre ursprüngliche Größe behalten, während Körper und Gehirn allmählich kleiner geworden sind. Vermutlich ist sie nach wie vor das entscheidende Organ, wenn es um das Testen der Qualität von Nahrungsmitteln und um die Auswahl des richtigen Sexualpartners geht.

Sie selbst nennen sich "Freunde des kleinen Mondes" und kümmern sich liebevoll um ihr Ökosystem und alle Geschöpfe ihres kleinen Mondes. Ansonsten beschäftigen sie sich meistens mit Fell- und Beziehungspflege. Ihre Sprache ist für uns Menschen leider kaum erlernbar, da ihre Denkweise und Philosophie über die Jahrmillionen immer spezieller wurde und immer tiefer in die Geheimnisse des Geisteslebens eingedrungen ist, wo wir nicht mithalten können.

Ihre kurzen Arme und Beine erklären sich einerseits aus dem Umstand, das sie nicht arbeiten müssen, aber auch weil die Schwerkraft ihres Mondes nur 1/5 unserer Schwerkraft erreicht und sie sich eher hopsend und springend fortbewegen. Ein besonderes Schauspiel ist es, ihnen bei ihrem wichtigsten Sport, dem "Mondball", zuzusehen. Die Spieler färben dafür ihr Fell in den jeweiligen Vereinsfarben ein, und viele Zuschauer natürlich auch.

(Tobias Jeckenburger)


nach oben