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letzte Aktualisierung: 3. Dezember 2018
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Gute Laune selbst gemacht
Heute schon gelacht lieber Leser, liebe Leserin?
Ach so, du hast momentan nichts zu lachen. In der Beziehung kriselt es, der Job stresst, die Nachbarn nerven. Da wirst du selbst für gute Laune sorgen müssen!


So wie Wirbelsäulengymnastik gut für den Rücken ist und Krafttraining die Muskeln stärkt, so soll Lachyoga die Stimmung aufhellen. Beim Lachyoga, auch Yogalachen genannt, erzeugst du motorisch ein künstliches Lachen, das, eventuell unterstützt durch Klatsch-, Dehn- und Atemübungen, mit etwas Übung in ein echtes Lachen übergeht. Lachyoga, so heißt es, soll seine Wirkung unabhängig vom Auslöser entfalten. Humor ist daher für die Ausübung keine Voraussetzung.

Das Lachen gesund ist, hat schon meine Oma gesagt. Ergebnisse der Lachforschung, die eine ernste Wissenschaft ist, scheinen dies zu bestätigen. Allerdings gilt die Empfehlung des Lachtrainings nicht für jeden. Abgeraten wird vom Lachyoga zum Beispiel bei einem Bandscheibenvorfall oder bei Rippenbrüchen, was leicht nachvollziehbar und vermutlich eine überflüssige Warnung ist. Bei Harn- und Stuhlinkontinenz kann Yogalachen im wahrsten Sinne des Wortes in die Hose gehen. Menschen mit psychischen Erkrankungen wie Schizophrenie, schwerer Depression, oder Borderline-Syndrom dürfen Lachyoga nur unter Anleitung von entsprechend ausgebildeten und erfahrenen Fachleuten machen.

Besser klein anfangen mit einem Lächeln? Angeblich setzt das Spannen der Muskelpartien vornehmlich in der Nähe der Mundwinkel und um die Augen im Hirn Endorphine frei, was sowohl körperliche als auch seelische Schmerzen verringern und das Wohlbefinden steigern soll. Anders als beim Lachen soll das aber nur beim „echten“ Lächeln funktionieren. Zumindest stellte der Emotionsforscher Dieter Zapf in einer Untersuchung fest, dass beruflich verordnetes Dauerlächeln im Zusammenhang mit der Unterdrückung tatsächlicher Emotionen zu Stress und Krankheiten wie Depressionen führt.

Dafür, warum unser Gehirn auf ein künstlich erzeugtes Lachen hereinfällt, nicht aber auf ein grundloses Lächeln, habe ich keine Erklärung im Internet gefunden. Aber es gibt noch andere stimmungsaufhellende Methoden außerhalb von Medikamenteneinnahme. Eine Empfehlung lautet, sich selbst zu verwöhnen; zum Beispiel durch ein entspannendes Bad oder eine genussvoll eingenommene Mahlzeit an einem liebevoll von mir für mich gedeckten Tisch. Ich muss nicht darauf warten, dass mir jemand anderes etwas Gutes tut!

Mit dem Fokus auf diese kleinen Freuden des Lebens ist der Weg bereitet zu einem echten Lächeln in meinem Gesicht, das ich dann auch anderen gegenüber zeige. Die Wahrscheinlichkeit steigt, dass mir ebenfalls ein freundlicher Blick gegönnt wird. Um wieder meine Oma zu zitieren: "Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es heraus." Aus einem aufmunternden Lächeln für mein Gegenüber kann ein nettes Gespräch entstehen, das unter Umständen in einem entspannten, natürlichen Lachen endet.

Eine Menge Spaß und gute Laune wünscht euch


Sylvia


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