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letzte Aktualisierung: 1. Oktober 2018
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Abschied




Risikofaktoren

Er war Ehrengast und guter Geist der Skat- und Doppelkopprunde. Er hatte so oft schlechte Karten, und hat das immer mit Fassung und Realismus ertragen. Aber wenn er mal ein gutes Blatt hatte, hat er die Gelegenheit auch genutzt, und Punkte gutgemacht.

Als er vor knapp einem Jahr seinen schlecht bezahlten Putzjob bei der Diakonie aufgegeben hat, dachte ich schon, 10 Jahre macht er nicht mehr, so ganz ohne sportliche Betätigung. Aber dass das so schnell geht, hätte ich jetzt nicht gedacht. Die Risikofaktoren Rauchen, Pocke und Bewegungsmangel schaukeln sich gegenseitig auf, so dass sein Ende jetzt doch irgendwie nicht unwahrscheinlich war.

Psychopharmaka mögen direkt wenig schädlich sein, aber sie verstärken den Suchtdruck beim Rauchen, und man verliert schnell alle Lust am Sport, das zusammen mit Übergewicht ist dann viel. Wahrscheinlich ist er an einer Lungenembolie gestorben, die gehört zu den Herz-Kreislauferkrankungen, und genau hier liegt auch die indirekte Nebenwirkung der Psychopharmaka.

Ich kann hier jedem nur empfehlen, auf die Fahrkarte zu verzichten, und alle Wege mit dem Fahrrad zu machen. Das spart nebenbei auch jeden Monat eine Menge Geld, und Zeit auch. Die Gefahren des Straßenverkehr sind zwar auch real, aber unterm Strich wesentlich weniger gefährlich als die Wirkung von Bewegungsmangel.

Die Bierchen, die er sich gegönnt hat, waren glaube ich weniger das Problem.
Immerhin war es ein schneller Abgang, besser als 3 Jahre Krebstherapie, die am Ende doch nichts nützt, trotz anhaltender Quälerei und Unsicherheit.

Die rechte Scheiße, die möglicherweise in den nächsten Jahren auf uns zukommt, hat er sich auf jeden Fall gespart. Sein politisches Engagement hatte er schon seit vielen Jahren immer mehr aufgegeben. Angesichts der Lage nachvollziehbar, wenn einem da die Lust vergeht.

(T.J.)



Gedenken an Thomas M.

Er hatte zwar kein allzu langes Leben, doch er hat sein Leben in vollen Zügen genossen.
Er hat geraucht, getrunken, gut gegessen und gut gevögelt.
Er war sehr aktiv und hat viel gemacht. So kann man nicht sagen, dass er ein schlechtes Leben hatte. Sein Tod hat ihn und uns aus heiterem Himmel erwischt, doch es scheint auch relativ schnell gegangen zu sein, ein langes Siechtum wurde ihm erspart. Hoffentlich kommt er nicht in den protestantischen Himmel, wo er viel Arbeit hat und wenig Freizeit. Dann besser doch in einen anderen Himmel, wo er viel Skat spielen kann.

(G.T.)

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